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ZHAW-Absolventen erhalten Nachhaltigkeitspreise

Im Rahmen des Swiss Green Economy Symposiums sind vier Absolventen der ZHAW für ihre hervorragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet worden. Mit ihren Diplomarbeiten haben sie auf unterschiedliche Weise einen Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele geleistet.

Preisübergabe SDG-Award
Die Sieger der SDG-Awards von links nach rechts: Markus Felix Weber, Calvin Barmettler, Boris Stankovic und Lukas Jöhri. Überreicht wurden die Awards von Jean-Marc Piveteau, Rektor der ZHAW.

Das diesjährige Swiss Green Economy Symposium (SGES) stand unter dem Motto «Nachhaltigkeit braucht geniale Köpfe». Dass sie zu diesen gehören, haben vier ZHAW-Absolventen mit ihren drei Diplomarbeiten unter Beweis gestellt. Den ersten Platz sicherte sich Markus Weber mit seiner Bachelorarbeit im Studiengang Energie- und Umwelttechnik.

Gütertransport mit synthetischen Treibstoffen?

Mittels Ökobilanzierung hat Markus Weber untersucht, welche Umweltauswirkungen der Gütertransport auf dem Seeweg hat und ob es möglich ist, eine bestimmte Reduktion an Treibhausgasen innerhalb einer gesetzten Frist zu erreichen. Dazu hat er den Ansatz verwendet, dass mithilfe von erneuerbaren Energien synthetisch hergestellte Treibstoffe wie Ammoniak, Methan, Methanol oder Wasserstoff verwendet werden könnten. Seine Ökobilanzierung umfasste nicht nur die Treibstoffe und deren Herstellung, sondern auch die Transportmittel und deren Antriebe. Das Fazit: Mit den heute verbreiteten Technologien weisen die Herstellungsprozesse für synthetische Treibstoffe ein vergleichsweise hohes Schadenspotenzial auf. «Die Herausforderung besteht darin, die Herstellungsmethoden und die dazu nötigen Anlagen so weiterzuentwickeln, dass deren Umweltauswirkungen minimiert werden», sagt Markus Weber. «Erst dann lassen sich die Reduktion von Treibhausgasen und die Reduktion der gesamten Umweltauswirkungen in Einklang bringen.» Dies aufzuzeigen, sieht der Absolvent als «seinen Beitrag». Entsprechende Fortschritte in der Herstellung synthetischer Treibstoffe hätten eine nicht zu unterschätzende Hebelwirkung.

Paketflut und Kreislaufwirtschaft

Auch der zweite Platz ging an Absolventen der School of Engineering. Calvin Barmettler und Boris Stankovic aus dem Studiengang Verkehrssysteme haben sich in ihrer Bachelorarbeit dem Problem der städtischen Paketflut angenommen. Ihr Ansatz: Abholstationen könnten die Transportfahrten in der Paketzustellung reduzieren. In ihrer Arbeit haben die Absolventen erforscht, wo diese Microhubs in Zürich Nord optimal platziert werden, damit ein Besuch an der Paketstation mit dem umweltverträglichen Langsamverkehr gefördert wird. Als Verkehrsplaner wollen sich die beiden Absolventen in Zukunft auch beruflich für nachhaltige Mobilitätslösungen einsetzen. Den dritten Platz belegte Lukas Jöhri von der School of Management and Law mit seiner Masterarbeit zum Thema nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Darin hat er aufgezeigt, wie viel Potenzial derzeit brach liegt, das insbesondere auch von KMU ausgeschöpft werden könnte.