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«Eine Sache der Disziplin»: Teilzeit-Student Kia Farokhnia im Porträt

Sein Studium an der Uni Zürich hat Kia Farokhnia nach drei Semestern abgebrochen, um praktische Erfahrung in der Arbeitswelt zu sammeln. Heute absolviert er daneben ein Teilzeitstudium an der ZHAW School of Engineering und schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe.

Nach der Matura am Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium Rämibühl in Zürich war für Kia Farokhnia der Weg zur Universität vorgezeichnet. Aber schon nach kurzer Zeit merkte er, dass ihm das akademische Umfeld wenig zusagt: «Das Studium war mir zu wenig praktisch, und ich wollte die Arbeitswelt kennenlernen.» Er bekam die Gelegenheit, bei der UBS im Bereich Asset Management zu arbeiten. Als ein Fondsmanager bei einer internen Veranstaltung erklärte, wie Machine Learning Marktsignale interpretiert und aufschlüsselt, sodass Portfolios schnell an Marktbewegungen angepasst werden können, stand Kia Farokhnias Beschluss: «Das Thema hat mich begeistert, und ich wusste, dass ich irgendwann als Portfolio oder Equity Analyst arbeiten möchte. Ein Vollzeitstudium kam für mich aber nicht mehr infrage, also entschied ich mich für ein Teilzeitstudium an der ZHAW.»

Flexible Arbeitszeiten als Vorteil

Die Entscheidung war die richtige – Kia Farokhnia studiert heute im vierten Semester Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung Wirtschaftsmathematik und plant bereits seine Bachelorarbeit im Bereich «Machine Learning in Finance». Auch beruflich hat er sich verändert und ist mittlerweile im Bereich internationale Sanktionen tätig, wo ebenfalls Machine Learning zum Einsatz kommt. Seine derzeitige Arbeitgeberin, die Credit Suisse, unterstützt ihn mit sehr flexiblen Arbeitszeiten: «Während des Semesters arbeite ich 60 Prozent, in den Semesterferien 100 Prozent, und zum Lernen nehme ich frei.» 

«Wenn man berufsbegleitend studiert, kann man daneben Geld verdienen, sammelt Berufserfahrung und hat viel Abwechslung zwischen Arbeitsplatz und Hochschule.»

Kia Farokhnia

Perfekte Balance zwischen Arbeit und Studium

Im Teilzeitmodell sieht Kia Farokhnia klar mehr Vor- als Nachteile: «Wenn man berufsbegleitend studiert, kann man daneben Geld verdienen, sammelt Berufserfahrung und hat viel Abwechslung zwischen Arbeitsplatz und Hochschule.» Zudem kann er das Gelernte bei der Arbeit anwenden. Vor allem seine Programmierkenntnisse in Python sind auch bei Kollegen gefragt. «Ich hätte niemals so viel Verantwortung bei der Arbeit bekommen, wenn ich in den letzten zwei Jahren nicht gelernt hätte, zu programmieren», erklärt Kia Farokhnia. Das Einzige, was es seiner Meinung nach braucht, um mit der Doppelbelastung fertig zu werden, sind Disziplin und Interesse am Studium. Für ihn funktioniert das Modell so gut, dass er sich entschieden hat, im Anschluss an den Bachelor noch ein Masterstudium an der ETH anzuhängen – ebenfalls berufsbegleitend.