Eingabe löschen

Kopfbereich

Schnellnavigation

Hauptnavigation

Absolventenporträt: Medical Systems Engineer

Technik im Dienste der Patienten

Ursina Hofer hat an der ZHAW School of Engineering Systemtechnik studiert. Heute arbeitet sie als Medical Systems Engineer am Kantonsspital St. Gallen. Dort sorgt sie unter anderem dafür, dass die Inbetriebnahme neuer Medizingeräte reibungslos abläuft und sie im Dienste der Patienten eingesetzt werden können. 

Vom Blutdruckmessgerät bis zum Computertomograf: Über 10‘000 Medizingeräte stehen am Kantonsspital St. Gallen im Einsatz. Ihre durchschnittliche Lebensdauer beträgt acht Jahre. Die Geräte zu ersetzen und den Gerätepark laufend zu optimieren ist darum eine ständige Aufgabe. Eine, die dafür verantwortlich ist, ist Ursina Hofer. Als Medical System Engineer berät sie die medizinische Kliniken und Abteilungen am Spital vor und während der Beschaffung neuer Geräte, koordiniert Investitionen und sorgt dafür, dass die Inbetriebnahme neuer Anlagen reibungslos abläuft. Das ist nicht immer ganz einfach, wie sie erklärt: «Die Vernetzung macht auch vor uns nicht halt. Die Geräte müssen nicht nur ihre primären Funktionen erfüllen, sondern auch so konfiguriert werden, dass sie im Gesamtsystem des Spitals ihren Dienst tun können.» 

«Die Systemtechnik befasst sich nicht nur mit Mechanik, nur mit Informatik oder nur mit Elektronik, sondern mit dem Zusammenspiel aller drei Disziplinen.» 

Ursina Hofer

Der Blick auf das Gesamtsystem

Was ihr am Projektmanagement gefällt, das schätzte Ursina Hofer auch am Studiengang Systemtechnik, der sie auf ihre heutigen Aufgaben vorbereitet hat: die Vielseitigkeit und der Blick auf das grosse Ganze. «Die Systemtechnik befasst sich nicht nur mit Mechanik, nur mit Informatik oder nur mit Elektronik, sondern mit dem Zusammenspiel aller drei Disziplinen.» Das faszinierte die Absolventin schon während ihrer Ausbildung zur Automatikerin. Ihre Lehrzeit verbrachte sie in einem Betrieb, der Förderungssysteme und medizintechnische Anlagen herstellt: «Mir hat die Medizintechnik dabei immer mehr zugesagt, weil mir ein Engagement in diesem Bereich sinnvoller erschien. Förderungssysteme und Automatisierungsanlagen hingegen werden immer auch wieder dafür eingesetzt, Arbeitsplätze ‚wegzurationalisieren‘.»

Breites Studium, individuelle Vertiefungen

Berufsbegleitend absolvierte Ursina Hofer die Berufsmatura und entschied sich gleich nach Abschluss ihrer Lehre für ein Studium an der School of Engineering. «Am Studium hat mir besonders gut gefallen, dass es mir eine breite Ausbildung ermöglichte, ich aber dennoch viele Möglichkeiten zur Vertiefung und Individualisierung hatte.» Blickt sie auf ihre Zeit an der School of Engineering zurück, spricht sie von einer Art ‚Lebensschule‘: «Ich habe gelernt, lösungsorientiert und nachhaltig zu arbeiten und auch unter Zeitdruck ein optimales Resultat zu erzielen. Insbesondere die Projekt- und Bachelorarbeit vermittelten mir darüber hinaus wichtige Management- und Planungskompetenzen.» Diese Kompetenzen hat sie mit einem Weiterbildungsprogramm in Projektmanagement an der School of Engineering noch vertieft.

«Am Studium hat mir besonders gut gefallen, dass es mir eine breite Ausbildung ermöglichte, ich aber dennoch viele Möglichkeiten zur Vertiefung und Individualisierung hatte.»

Weiterbildung nach dem ‚Baukastenprinzip‘

Der School of Engineering blieb sie nach Studienabschluss noch eine Weile als Mitarbeiterin treu, bevor sie ihre heutige Stelle am Kantonsspital St. Gallen antrat. «Dort hatte ich das Glück, unser heutiges Team mitaufbauen und dem ganzen Bereich Medizintechnik eine neue Struktur geben zu dürfen. Dank der neuen Struktur arbeiten wir schnell, zielorientiert und am Puls der Zeit – und genau das macht mir Spass.» Ursina Hofer könnte sich gut vorstellen, sich nach dem ‚Baukastenprinzip‘ weiterzubilden, zum Beispiel auf dem Gebiet der Medizininformatik. Wichtig ist ihr aber nebst aller Faszination für die technischen Aspekte ihres Berufs der Kontakt zu den Menschen. «Schliesslich soll Medizintechnik nicht zum Selbstzweck, sondern im Dienste der Patienten eingesetzt werden.»

Infotage und Anmeldeschluss

Infoveranstaltungen

Anmeldeschluss

  • Ab November können Sie sich für das Herbstsemester 2020 anmelden.