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Das Praxisintegrierte Bachelorstudium als Chance für Unternehmen

Die Baumer Electric AG ist eines der Partnerunternehmen für das Praxisintegrierte Bachelorstudium (PIBS) der ZHAW School of Engineering. Bei der Thurgauer Firma begleitet Daniel Kirchberger das Programm seit mehr als drei Jahren. Im Interview berichtet er von den bisherigen Erfahrungen und verrät, wie die Unternehmensseite von den Studierenden profitiert.

Daniel Kirchberger ist HR Business Partner bei der Baumer Electric AG in Frauenfeld.

Welche Rolle nehmen Sie innerhalb des PIBS-Programms mit der ZHAW ein?

Daniel Kirchberger: Bei der Baumer Electric AG bin ich im HR verantwortlich für den Unternehmensbereich Entwicklung und somit auch für die Ingenieurinnen und Ingenieure. In dieser Funktion begleite ich die Praktika für Studierende von Beginn an.

Wie viel Gestaltungsspielraum lässt Ihnen die ZHAW?

Wir haben alle Freiheit. Es liegt allein an uns, wie viele Praktika wir anbieten wollen. Auch das inhaltliche Konzept ist uns überlassen. Und unter den Bewerberinnen und Bewerbern treffen wir die Auswahl, wer zu uns ins Praktikum kommt. Bei der ersten Durchführung vor drei Jahren wussten wir noch nicht konkret, wie viel die Studierenden schon mitbringen. Inzwischen können wir das besser einschätzen. Auch innerhalb unseres Unternehmens konnten wir das Programm noch bekannter machen. Denn wir wollen uns nicht allein auf Studierende im Bereich Elektrotechnik beschränken, obwohl das natürlich unser Kerngeschäft ist. Wir sind auch PIBS-Partner für Systemtechnik-Studierende. Derzeit überlegen wir uns ausserdem etwas im Bereich der hardwarenahen Programmierung, was dann für Informatik-Studierende interessant sein könnte.

Das PIBS-Programm bietet Unternehmen die Chance, sich den Nachwuchs-Ingenieuren als Arbeitgeber zu präsentieren und Begeisterung für die Firma zu wecken. Aufgrund unserer guten Erfahrungen möchten wir das Praktikumsangebot weiter ausbauen.

Daniel Kirchberger, HR Business Partner bei Baumer Electric AG

Nach wie vielen Semestern kommen die Studierenden zu Ihnen ins Praktikum?

Die Studierenden kommen zunächst während des ersten und zweiten Studienjahrs für je vier bis sechs Wochen zu uns. In dieser Kennenlernphase erwerben die Studierenden bestimmte Grundkenntnisse für das spätere Praktikumsjahr. Gleichzeitig wird schon in kleineren Entwicklungsprojekten mitgearbeitet. Das dritte Studienjahr verbringen sie dann komplett bei uns im Betrieb, ehe sie die letzten zwei Semester das Studium an der ZHAW abschliessen. Im Praktikum binden wir die Studierenden effektiv in den Arbeitsprozess ein. Die Praktikumsstellen gehen auch nicht von einem Studierenden zum nächsten, sondern jedes Praktikum ist in seiner Art einzigartig. Die Studierenden werden in laufende Entwicklungen miteinbezogen und helfen mit, ein Produkt auf den Markt zu bringen. Auf diese Weise lernen die Studierenden auch das Unternehmen als möglichen späteren Arbeitgeber kennen.

Was ja auch in Ihrem Interesse ist?

Absolut. Natürlich ist der MINT-Fachkräftemangel auch ein Thema bei Baumer. Es geht uns aber nicht nur um den eigenen Vorteil, sondern wir sehen uns auch in der Ausbilderrolle. Wir bilden jedes Jahr sieben bis acht Elektroniker aus. Als wir vom PIBS-Programm der ZHAW gehört haben, waren wir sofort begeistert. Und natürlich freuen wir uns, wenn wir frühere Praktikantinnen und Praktikanten später wieder im Unternehmen sehen.

Was würden Sie Unternehmen raten, die sich überlegen, ebenfalls PIBS-Partner zu werden?

Man kann nichts falsch machen, wenn man sich bei der ZHAW meldet. Natürlich ist es ein Vorteil, wenn man sich bereits mit dem Thema Ausbildung – beispielsweise mit Lehrlingen – beschäftigt hat. Das PIBS-Programm bietet Unternehmen die Chance, sich den Nachwuchs-Ingenieuren als Arbeitgeber zu präsentieren und Begeisterung für die Firma zu wecken. Aufgrund unserer guten Erfahrungen möchten wir das Praktikumsangebot weiter ausbauen.