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High-End-Produkte für den Einsatz im All

Maschinentechnik-Absolvent Roman Bannwart arbeitet bei Beyond Gravity (ehemals RUAG Space) in Zürich als Manufacturing Engineer. Dort ist er zuständig für die Fertigung unterschiedlicher Bestandteile und High-End-Mechanismen von Satelliten, die hoch oben im Weltraum Messungen durchführen, etwa für die Klimaforschung sowie für Kommunikation zum Einsatz kommen. Von seinem Studium an der ZHAW profitiert er dabei bis heute.

Ausgerechnet in den Ferien fand Roman Bannwart die Inspiration für seinen heutigen Traumjob. Auf einer Reise durch den US-Bundesstaat Florida 2016 besichtigte er den berühmten Weltraumbahnhof Cape Canaveral. «Der Besuch erinnerte mich an meine Lehre zum Polymechaniker, die ich bei Oerlikon Contraves absolviert habe. Für ein Projekt konnten wir damals in unserer Lehre bei der Contraves Space einen Einblick in das Space Business erhalten.» Wieder Zuhause in der Schweiz fand er schon kurz darauf die für ihn passende Stelle bei der Firma RUAG Space, die ab Mai 2022 unter dem Namen ‘Beyond Gravity’ firmiert, und arbeitet dort seit 2017 als Production Engineer und inzwischen als Manufacturing Engineer am Standort Zürich.

Fasziniert von Technik war der ZHAW-Absolvent schon seit Jugendtagen, womit schon relativ früh feststand, in welchem Bereich er mal arbeiten möchte. Nach seiner Lehre zum Polymechaniker absolvierte Roman Bannwart berufsbegleitend seine Berufsmaturität und begann 2008 sein Studium der Maschinentechnik an der ZHAW School of Engineering. «Ich habe mir vor dem Studium an der ZHAW mehrere Hochschulen angesehen», erinnert sich Bannwart. Ausschlaggebender Faktor für die Entscheidung zur ZHAW School of Engineering war neben dem zentralen Standort in Winterthur vor allem auch die Grösse der Hochschule, die sich durch das vielfältige Studienangebot an Weiterbildungsmöglichkeiten auszeichnete. «Davon habe ich erst vor fünf Jahren Gebrauch gemacht, als ich einen MAS in Business-Administrationen an der ZHAW School of Management and Law absolviert habe.»

In seinem Studium an der ZHAW hat Roman Bannwart besonders die Vertiefungsmodule gefallen, die man nach seinem Interesse auswählen kann. Er hat sich für ‘Integrierte Entwicklung und Konstruktion’ entschieden, bei dem es um Maschinen-Entwicklung, das Zeichnen und Konzipieren ging. «Die Fähigkeit, etwas auf einem weissen Blatt Papier von Grund auf zu konzipieren - davon profitiere ich bis heute in meinem Beruf», nennt Roman Bannwart einen der zentralen Punkte, die er bei der School of Engineering als wichtiges Rüstzeug mit auf den Weg bekommen hat. Und auch an den Austausch und an die vielen Anekdoten von Dozierenden, die selbst lange in der Praxis tätig waren, erinnert sich Roman Bannwart gerne.

Fertigung von Satelliten und Trägerraketen

Bei Beyond Gravity findet die Entwicklung und Fertigung von Baugruppen für Satelliten und Nutzlastverkleidungen für Trägerraketen statt. «Wir hier in Zürich sind im Bereich der Satelliten-Fertigung angegliedert und fertigen Satelliten-Strukturen, also das Grundgerüst von Satelliten, sowie mechatronische Systeme, welche dann zum Teil auf die Satelliten montiert werden», erklärt der 36-Jährige. Zu Beginn seiner Tätigkeit dort war Roman Bannwart beim Aufbau einer neuen Reinraumproduktion vor allem für die Lieferantenbetreuung zuständig.  «In unseren Reinräumen werden die Highend-Mechanismen gefertigt, die im All und auf dem Boden, also im Space und Non-Space-Bereich, eingesetzt werden», so Roman Bannwart. Er war bereits in beiden Bereichen an Projekten beteiligt, «etwa bei der Herstellung von Docking-Mechanismen sowie bei der Herstellung optischer Systeme, die bei der Untersuchung der Atmosphäre zum Einsatz kommen», erklärt er.

Diese Satelliten sammeln unter anderem im All Daten, die dann durch die Wissenschaft und Forschung ausgewertet werden. So beispielsweise etwa bei der Beobachtung der Erderwärmung und deren Entwicklung. Neben Systemen für Forschungssatelliten werden bei Beyond Gravity auch Systeme für Kommunikations- und Navigationssatelliten entwickelt und hergestellt. Diese Systeme kommen dann zum Beispiel in Amazons Breitbandinternetprojekt Kuiper zum Einsatz. Neben der Fertigung werden die High-End-Mechanismen vor Ort in Zürich auch ausgiebig getestet. Die Aufgabe von Roman Bannwart dabei ist es, den ganzen Ablauf zu steuern, innerhalb des Projektteams zu kommunizieren und zu koordinieren. «Ich fungiere quasi als Seitenwagen des Projektleiters», bezeichnet Bannwart seine Aufgabe. Neben seinen alltäglichen Aufgaben gibt es auch einen Aspekt an seiner Arbeit, der Roman Bannwart besonders stark fasziniert und motiviert: «Hinter dem ganzen technischen Part bei der Satelliten-Herstellung steckt auch immer ein Nutzen dahinter, der am Ende der ganzen Menschheit zugutekommt», betont Bannwart.

Am Ende etwas Greifbares in der Hand

Die Aussicht, etwas herzustellen, was man später anfassen kann, ist das, was Roman Bannwart an seinem Job so gefällt. «Nach der ganzen Planung und Entwicklung kommt am Ende immer etwas physisch Greifbares heraus», beschreibt Bannwart seine Arbeit. Daher kann er auch allen, die «lieber näher an der Hardware als an der PowerPoint-Präsentation stehen» das Maschinentechnik-Studium an der ZHAW ausdrücklich empfehlen. Gerade für Menschen, die nicht den reinen akademischen Pfad fokussieren, sind mit dem stark an der Praxis orientierten Studium an der ZHAW genau auf dem richtigen Weg. Dort bekomme man für eine erfolgreiche Karriere das richtige Rüstzeug an die Hand, kann Roman Bannwart aus eigener Erfahrung versichern.