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ZHAW diskutiert über Drohnen im Luftraum

Am 24. Oktober hat die ZHAW School of Engineering zum zweiten Swiss UTM Forum eingeladen. Im Fokus stand die Frage, wie unbemannte Flugobjekte in den Schweizer Luftraum integriert werden können. Eine erfreulich hohe Anzahl an Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Aviatik folgte der Einladung.

ZAV-Leiter Michel Guillaume hiess die anwesenden Gäste willkommen.

Neben privaten Zwecken kommen Drohnen heute in der Vermessung und Inspektion, aber auch für Transporte zur Anwendung. Den wachsenden Drohnenverkehr thematisierten fünf Fachvorträge am Swiss UTM Forum. So fliegt eine Drohne von Matternet in Lugano täglich Blutproben vom einen Spital zum anderen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hält fest, dass die Herausforderung bei Drohnenflügen die Verhinderung von Zusammenstössen insbesondere mit der bemannten Luftfahrt ist. Dazu entwickelt Skyguide in Zusammenarbeit mit Airmap und dem BAZL ein Unmanned Air Traffic Management (UTM) System basierend auf offenen Standards. Dieses System wurde im Juni 2018 an der «Swiss U-space Demonstration» vorgeführt. Die Lösung von Skyguide beschränkt sich auf die Kontrollzone eines Flughafens und kann so Flüge von Drohnen in diesem Gefahrenbereich ermöglichen. Das Ziel von Skyguide ist es, diesen Service im nächsten Jahr für ausgewählte Flughäfen bereitzustellen.

Im Anschluss an die Fachvorträge folgte eine Paneldiskussion geleitet von Reto Büttner vom Schweizerischen Verband Ziviler Drohnen (SVZD). Darin zeigte sich, dass die Wirtschaftlichkeit noch eine grosse Herausforderung ist. Die Firma Matternet, die für die Schweizer Post die Flüge in Lugano durchführt, erklärte, dass eine Drohnenanwendung vollständig automatisiert ohne Einfluss eines Operateurs erfolgen muss. Nur so könne das Drohnenbusiness wirtschaftlich attraktiv sein und eine Zukunft haben. Das UTM System der Industrie in Zusammenarbeit mit Skyguide und BAZL soll hier eine Verbesserung bringen. Allerdings wird es noch einiges an Anstrengungen erfordern, dies auch ausserhalb der Kontrollzone eines Flugplatzes zu ermöglichen. Ebenfalls ein Diskussionspunkt war die Informationsübertragung der Drohnen zum UTM. Dazu hat die ZHAW in Zusammenarbeit mit Swisscom über 100 Testflüge durchgeführt und festgestellt, dass das LTE Mobilfunknetz für ein UTM verwendet werden könnte. In der Rechtsprechung und Durchsetzung besteht zukünftig Handlungsbedarf, um weiterhin eine sichere Luftfahrt mit Drohnen zu gewährleisten.