Internationale Auszeichnung für Informatik-Projekt der ZHAW

Am ICT-Accessibility Lab der ZHAW School of Engineering haben Luchin Doblies und David Stolz ein Webtool entwickelt, welches bestehende PDF-Dokumente barrierefrei lesbar macht. Mit ihrer neu entwickelten Software gingen die beiden Informatik-Absolventen an einem internationalen Wettbewerb als Sieger hervor.

Das Team des ICT-Accessibility Lab bei der Preisübergabe
Das Team des ICT-Accessibility Lab bei der Preisübergabe

Alle zwei Jahre zeichnet die internationale Konferenz über Computer als Hilfe für Menschen mit besonderen Bedürfnissen ICCHP (International Conference on Computers Helping People with Special Needs) Software-Projekte von Studierenden aus, die Menschen mit Behinderungen dienen. Die diesjährige Endrunde in Paris konnten die Informatik-Absolventen mit ihrer bahnbrechenden Open-Source-Software PAVE für sich entscheiden. Betreut wurde das Projekt am Institut für Angewandte Informationstechnologie von den Professoren Alireza Darvishy und Hans-Peter Hutter.

PAVE ist ein Webtool, welches ein weit verbreitetes Problem erstmalig auf einfache Art und Weise löst: die Unlesbarkeit von PDF-Dokumenten für sehbehinderte Menschen. Am ICT-Accessibility Lab wurden bereits vor zwei Jahren Plugins für das Erstellen von barrierefreien PDF-Dokumenten aus MS Word und MS PowerPoint entwickelt. Diese Plugins können aber bereits bestehende PDF-Dokumente nicht verbessern. Genau hier setzt das Webtool PAVE an: der Nutzer wählt in PAVE ein PDF-Dokument aus. Das Dokument wird sogleich auf seine Barrierefreiheit getestet. PAVE nimmt nun am Dokument automatisch Korrekturen vor. Zudem erhält der Nutzer unmittelbar Feedback in Form von Korrekturvorschlägen, welche er dann in PAVE selber einfach durchführen kann.

Mit ihrem innovativen Projekt konnte das Team des ICT-Accessibility Lab die internationale Jury überzeugen und belegte vor den Konkurrenten aus England, Frankreich, Deutschland, Österreich, Spanien und Norwegen den mit 1000 Euro dotierten ersten Platz. Das ICT-Accessibility Lab wird das Projekt weiterführen und das Webtool noch dieses Jahr online für Nutzer zur Verfügung stellen.