ZOE

Zukunftsorientierte Optimierungsansätze für die Energiewende

Anhand der Energiestrategie 2050 des Bundes ist ein Bewertungsmodell für Stromproduktionstechnologien entwickelt worden, das bei der Windenergie getestet wurde.

Zudem ist ein Systembild für ein nachhaltiges Energiesystem erstellt worden. Es beinhaltet relevante Akteure, die Zielvariablen eines nachhaltigen Energiesystems und deren Zusammenhänge mit verschiedenen Prozessen und Infrastrukturen.

Aufgrund der postulierten «Energiewende» und den damit zusammenhängenden Herausforderungen werden in den nächsten Jahren neue Märkte und Anwendungsfelder für innovative Lösungen der Energiegewinnung, -umwandlung und -nutzung entstehen. Dies gilt für Technologien aus dem Bereich der rationellen Energieanwendung («Energieeffizienz»), der intelligenten Netze wie auch für erneuerbare Energien. Um die einzelnen Energietechnologien bezüglich der verschiedenen Ansprüche der neuen Energiestrategie bewerten zu können, ist ein ganzheitliches Bewertungsmodell dazu entwickelt worden. Beispielhaft wurde die Windenergie in einem Fact-Sheet charakterisiert, bewertet und deren Chancen und Risiken aufgezeigt.
Der umfassende und ganzheitliche Systemblick über Energieträger, -erzeugung, -verteilung, -umwandlung, -dienstleistung und -konsum ist jedoch ebenso entscheidend für die Umsetzung der Energiewende. Daher ist ein Systembild für diese Energie-Aktivitäten in der Region erstellt worden. Das Systembild bildet die relevanten Akteure und Ziele eines nachhaltigen Energiesystems ab und zeigt deren Zusammenhänge mit bestimmten Prozessen und Infrastrukturen.

Auf der regionalen Ebene ist es speziell wichtig, die Bevölkerung und Unternehmen und deren Bedürfnisse über zivile und politische Prozesse in Energieinfrastrukturentscheidungen einzubeziehen. Dabei ist nicht nur die Akzeptanz in der Bevölkerung gemeint, sondern auch die sogenannte Marktakzeptanz. Diese beschreibt die Investitionstätigkeit in ein Projekt und die Aufnahme einer Technologie ins Geschäftsmodell einer Firma. Partizipative Verfahren können Regionen dabei unterstützen, ihre wichtige Rolle in der Energiewende wahrzunehmen.

Das Systembild wird in verschiedenen Forschungsprojekten weiterentwickelt (z.B. im SCCER CREST und COST Smart Energy Region vom SBFI) und für weitere Analysen und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen verwendet.

Beispiel Holzschnitzelheizung Ernen: Analyse des Fallbeispiels mittels Systembild. Transparent sind jene Faktoren, welche im Fallbeispiel nicht explizit genannt wurden, welche aber zum allgemeinen Systembild gehören.

Auf einen Blick

Projektleitung:

Mitarbeitende:

Finanzierung: School of Engineering ZHAW

Projektstatus: abgeschlossen 2013