Kopfbereich

Schnellnavigation

Hauptnavigation

Risikowahrnehmung auf dem Schulweg

Das Spannungsfeld zwischen subjektiver und objektiver Risikowahrnehmung auf dem Schulweg

Die Verkehrssysteme-Absolventen Jacqueline Stutz und Stefan Baer haben sich in ihrer Bachelorarbeit dem Thema Schulwegsicherheit angenommen und damit die Vorarbeiten aus einer Projektarbeit und der Interessengemeinschaft Verkehrssicherheit Brugg weitergeführt und vertieft.

Die IG-Verkehrssicherheit Brugg führte 2013 ein Projekt zum Thema Schulwegsicherheit durch. Inhalt dieses Projektes war eine Umfrage, in der die Schüler Angaben zu Ihrem Schulweg machen konnten: Neben allgemeinen Angaben (wie Alter, benutzte Verkehrsmittel, etc.) konnten die Schüler auch ihren Schulweg einzeichnen und zusätzlich Stellen markieren und beschreiben die Sie, aus ihrer subjektiven Sichtweise, als gefährlich wahrnehmen. Im Rahmen einer Projektarbeit wurden diese Daten aufbereitet, ausgewertet und drei vereinfachte Modelle zur Beurteilung des Risikos pro Strassenabschnitt entwickelt. Auf diesen Grundlagen aufbauend, wurde in einer Bachelorarbeit das Spannungsfeld zwischen subjektiver und objektiver Risikowahrnehmung auf dem Schulweg untersucht. Dazu werden mit den aktuellsten Schweizer Normen zur Lokalisierung von Gefahrenstellen und Unfallschwerpunkten die Risiken im gleichen Perimeter wie in der Projektarbeit objektiv beurteilt.

Infrastruktur-Sicherheitsinstrumente ISSI
Mittels der Methode des „Black Spot Managements“ (BSM, SNR 641 724, Erstausgabe 2013) – einem reaktiven Infrastruktur-Sicherheitsinstrument, wurden Unfallschwerpunkte basierend auf der Unfallstatistik der letzten Jahre ermittelt.Unabhängig vom BSM wurde eine „Road Safety Inspections“ (RSI, SNR 641723, Erstausgabe 2013) durchgeführt. Die RSI ist ein proaktives Infrastruktur-Sicherheitsinstrument das durch Befahrung und Begehung potentielle Gefahrenstellen systematisch identifiziert, dokumentiert und bewertet.

In der Synthese der Bachelorarbeit wurden schliesslich die subjektive und die objektive Risikowahrnehmung verknüpft: Die Häufungsstellen von Gefahrennennungen aus der Projektarbeit wurden mit den Unfallschwerpunkten und Gefahrenstellen gemäss den Normen verglichen und auf Korrelation untersucht.

Eckdaten

Bachelorarbeit: Studiengang Verkehrssysteme, Frühlingssemester 2014

Leitung: IAMP Schwerpunkt Sicherheitskritische Systeme

Autoren: Jacqueline Stutz, Stefan Baer

Referenzen: IG Verkehrssicherheit Brugg

Links: Poster der Arbeit (Englisch) (PDF 285,3 KB)