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Blauer Montag – Alexander Brodsky

2. Dezember 2019

Mit unserer diesjährigen Vortragsreihe «Blauer Montag» rückt der enorme Verbrauch von Ressourcen und Energie, die das Bauen verursacht, in den Fokus. Drei sehr unterschiedliche zeitgenössische Ansätze für den Einsatz von Ressourcen und Baumaterialien in der Architektur sollen dabei Anstoss zur Reflexion geben.

Ausstellung «Bauteilrecycling» 2019, ZHAW Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen. Foto: Jusuf Supuk

Nachdem sich in unserer Gesellschaft ein allgemeines Bewusstsein für den Betriebsenergieverbrauch von Bauten herausgebildet hat, stehen wir vor der nächsten und nicht minder herausfordernden Wende: In den Fokus rückt der enorme Verbrauch von Ressourcen und Energie, die das Bauen und der Ersatz von Bauten verursachen! Damit gerät – um einen von Michel Foucault geprägten Begriff zu adaptieren – unsere gesamte gewohnte Praktik des Bauens in die Kritik. Wir Architekturschaffende stehen künftig vor der Herausforderung, im Planen und Bauen einen geschickteren, sparsameren Einsatz von Ressourcen, Materialien und Bauelementen zu finden. Mit unserer diesjährigen Vortragsreihe Blauer Montag werden wir versuchen, einen Anstoss zur Reflexion über drei sehr unterschiedliche zeitgenössische Ansätze für den Einsatz von Ressourcen und Baumaterialien in der Architektur zu geben: Einen ingenieurwissenschaftlichen Ansatz, der auf Ressourceneinsparung durch den Einsatz innovativer Strukturen und Bauverfahren basiert; einen interdisziplinären Ansatz, der versucht, die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft im architektonischen Planungs- und Bauprozess zu etablieren; und einen künstlerischen Ansatz, der auf der Nobilitierung von gebrauchten Materialien aller Art fusst – als Erinnerung an unsere Wurzeln und als Kritik an der aktuellen Baupraxis.

Alexander Brodsky, Moskau
Internationale Berühmtheit erlangte Alexander Brodsky ab Ende der 1970er Jahre durch Teilnahmen an Architekturwettbewerben und Veröffentlichungen ungebauter Architekturentwürfe. Er gilt als ein Hauptvertreter der sowjetischen Papierarchitektur – gemeinsam mit Ilja Utkin ist er Verfasser zahlreicher utopischer Architekturentwürfe. Alexander Brodsky studierte am Architekturinstitut Moskau. Seit 2000, nach seiner Rückkehr aus den USA, betreibt er ein eigenes Architekturbüro in Moskau. (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Sawwitsch_Brodski)

Brodskys Arbeit ist geprägt von der Sorge um das Verschwinden des traditionellen Bauens, von der Verwendung und Wiederverwendung lokaler, einfacher Materialien: um eine Architektur zu schaffen, die das russische bauliche Erbe feiert und gleichzeitig als Kritik an der ungeregelten sowie korrupten Bauwirtschaft auftritt. Brodskys Architektur kombiniert lokale und geborgene Materialien in traditionellen und modernistischen, manchmal aber auch dunkel-expressiven und dramatischen Bauten: Architekturen als Kunstwerke und Zeugnis der Zerbrechlichkeit der modernen Stadt. (Quelle: http://www.spatialagency.net/database/alexander.brodsky)

Anhang

Datum

Von: 2. Dezember 2019, 18.00 Uhr
Bis: 2. Dezember 2019, 19.30 Uhr

Ort

ZHAW, Gebäude MC, Blauer Saal
Tössfeldstrasse 11
8400 Winterthur

Lageplan (PDF 982,8 KB)

ZHAW, Gebäude MC, Blauer Saal

Veranstalter

ZHAW Institut Konstruktives Entwerfen
Tössfeldstrasse 11
8401 Winterthur

+41 (0) 58 934 76 12
stefanie.mueller@zhaw.ch

ZHAW Institut Konstruktives Entwerfen