Botschaft der Direktorin

Das Departement A der ZHAW hat seinen festen Platz im Gefüge der schweizerischen Bildungslandschaft: regional verankert, mit nationaler Ausstrahlung, international vernetzt – mit tragfähigen, inspirierenden Verbindungen zu starken europäischen Partnern. Praxisnah, fundiert und kreativ.

Architektur- und Bauingenieurausbildung an der ZHAW: fundiert – kreativ – praxisnah

Das Departement A der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, Nachfolgerin des 1874 gegründeten Technikums Winterthur, ist die älteste Baufachschule der Schweiz. Dieser Tradition ist die Schule verpflichtet.

Auch heute kommt der Praxisorientierung in Lehre und Forschung ein hoher Stellenwert zu. Dies manifestiert sich beispielsweise in der engen Verzahnung von Entwerfen und Konstruieren, in der wichtigen Rolle, die die bautechnischen Fächer im Unterricht einnehmen, aber auch im schweizweit wohl einzigartigen Zusammenkommen von Architekten- und Bauingenieurausbildung.

Als «Entwerfer-Konstrukteure» müssen sowohl ArchitektInnen als auch BauingenieurInnen in grösseren Zusammenhängen denken und sie müssen dem zu entwickelnden Konstrukt einen angemessenen Ausdruck, eine einprägsame Gestalt verleihen können. Dies bedingt ästhetisches, technisches und wirtschaftliches Wissen und zielorientiertes Denken, Entscheiden und Handeln.

Das Berufsbild der Generalisten

Kreativität, Selbstbewusstsein, Neugier, Unvoreingenommenheit und Teamfähigkeit sind Eigenschaften, die bei uns sowohl in der Lehre als auch in der Forschung, in der Architektur wie im Bauingenieurwesen, im Vordergrund stehen. Stets geht es um den Beitrag, den ArchitektInnen und BauingenieurInnen zur qualitativ hochwertigen und funktionalen Gestaltung des Lebensraums leisten – durch die sorgfältige und innovative Konzipierung, Projektierung und Realisierung von Gebäuden, Stadtquartieren und baulichen Infrastrukturen.

Am Bewusstsein um die Bedeutung der gebauten Umwelt für die Gesellschaft arbeiten wir vom ersten Tag des Studiums an, mit dem Ziel, dass dieses Verständnis nach Abschluss des Studiums auch in der beruflichen Praxis zum Tragen kommen kann. Dabei wird neben dem konstruktiv-technischen auch der kritisch-theoretische Diskurs nicht vernachlässigt. Das zeigt sich beispielsweise im Forschungsschwerpunkt «Baukunst», der sich dem Wissen und Können annimmt, das zum Entwerfen und Errichten anspruchsvoller Bauwerke und Infrastrukturen nötig ist.

Die Ausbildung am Departement A bekennt sich ausdrücklich zum dualen Bildungssystem. Die Schule sieht sich als Institution der tertiären Bildungsstufe vor allem für Personen mit einer Berufslehre im Baubereich. In der Lehr- und Forschungstätigkeit orientieren wir uns sowohl an den Bedürfnissen der Gesellschaft als auch an den Entwicklungen der Berufsbilder im Bauwesen und der damit verbundenen Spezialisierung. Fundamental für unser Selbstverständnis jedoch ist, dass es auch den Generalisten braucht – den «Spezialisten für das grosse Ganze», den «Quer-Denker», der die fragmentierten Analysen der Spezialisten zusammenführen kann.

Das Departement A der ZHAW hat seinen festen Platz im Gefüge der schweizerischen Bildungslandschaft: regional verankert, mit nationaler Ausstrahlung, international vernetzt – mit tragfähigen, inspirierenden Verbindungen zu starken europäischen Partnern. Praxisnah, fundiert und kreativ.

Prof. Dr. Oya Atalay Franck