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Schritt für Schritt. Die Transformation von Einfamilien­haus­gebieten gestalten

Das Institut Urban Landscape IUL hat im Auftrag des Bundesamtes für Wohnungswesen untersucht, wie Einfamilienhausgebiete im Zuge der Innenentwicklung transformiert werden können. Mit dem revidierten Raumplanungsgesetz rückt die Entwicklung im Bestand und die Mobilisierung von unternutzten Wohngebäuden in den Fokus der Planung. Der Neubau auf der grünen Wiese wird zum Sonderfall und der Eingriff in den baulich und sozialräumlich bereits genutzten Bestand zum Normalfall. Wir stehen also mitten in einem Paradigmenwechsel: die eingespielten Routinen sind nur noch bedingt zielführend – gleichzeitig hat sich noch keine neue Routine etabliert.

Diese Situation fordert alle Beteiligten dazu heraus, das «Weiterbauen im Bestand» im Gegensatz zum «Bauen auf der grünen Wiese» auszuloten und in alltägliche Praktiken zu verankern. Aufgrund der Untersuchung gehen wir davon aus, dass dies nur mit einer neuen Stadtraumkultur möglich ist, die sich auf drei Handlungsebenen ausrichtet: Innenentwicklung aufnehmen, Innenentwicklung verhandeln, Innenentwicklung gestalten. Einfache Lösungen sind jedoch nicht in Sicht, denn «Weiterbauen» ist ein gemeinsames Projekt ohne klare Frist. Das macht Planungsverfahren komplizierter und offener.