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Rethink Ankaran

2014 und 2017 haben Studierende des Instituts Urban Landscape im Rahmen des Moduls Urban Project zusammen mit Studierenden der Architekturfakultät der Universität Ljubljana städtebauliche Strategien für den slowenischen Küstenort Ankaran entworfen. Daraus ergab sich eine Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, die vor Kurzem eine überraschende Wendung nahm.

Ankaran ist eine slowenische Gemeinde an der Adriaküste nahe der italienischen Grenze. Die topografische Lage und die landschaftliche Schönheit bilden einen prädestinierten Ort für Erholung, Freizeit und Genesung, was an historischen Institutionen und Anlagen sichtbar wird und Grundlage für eine touristische Entwicklung darstellen kann. Koper ist die Nachbarstadt mit historischer Altstadt, Universitäten und anderen öffentlichen Einrichtungen. Zwischen den beiden Orten erstreckt sich Luka Koper, der einzige Hafen Sloweniens. Als internationaler Seehafen bedient er ganz Mittel- und Osteuropa – ein wirtschaftliches Schwergewicht also. Das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen wirtschaftlichen und räumlichen Entwicklungsperspektiven auf kleinem Raum stellt die Region – pointiert formuliert – vor die Frage: Ausbau des Hafens oder sanfter Tourismus?

2014 untersuchten Studierende des Departements Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen in Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der Universität Ljubljana erstmals den slowenischen Küstenort Ankaran. Es galt, neue städtebauliche Strategien zu entwerfen, die dem Ort wirtschaftliche, gesellschaftliche und räumliche Perspektiven aufzuzeigen vermochten.

Die anschliessende Ausstellung der Studierendenarbeiten in Ankaran war Ausgangspunkt einer mehrjährigen Zusammenarbeit der ZHAW und der Universität Ljubljana mit den dortigen Stadtbehörden. 2017 wurden im Rahmen einer Semesteraufgabe im Masterstudiengang der ZHAW die Untersuchungen vor und am Ort fortgesetzt. Diese Arbeiten dienten 2018 als Grundlagen für zwei Workshops in Ankaran. Es folgten planerische Präzisierungen und eine räumliche Synthese unter Berücksichtigung der Charakteristiken des Orts und seines Entwicklungspotentials. In einem Entwurf für einen Masterplan wurden alle städtebaulichen Aspekte verdichtet. Mitgearbeitet haben die Stadtbehörden von Ankaran, die Architekturfakultät und die Wirtschaftsfakultät der Universität Ljubljana, das Planungsbüro Locus aus Ljubljana sowie eine Delegation des Instituts Urban Landscape der ZHAW: Stephan Mäder, Max Bosshard, Silva Ruoss, Regula Iseli. Der Syntheseplan wurde Grundlage und Verhandlungsobjekt für einen offiziellen Masterplan für Ankaran, der rechtlich verbindlich festgesetzt werden sollte.

Seit November 2018 war für uns nicht sichtbar oder erfahrbar, ob und wie die Arbeiten am Masterplan vorangingen – bis am 28.10.2020 völlig überraschend eine knappe Mitteilung der Architekturfakultät Ljubljana eintraf mit der Nachricht, dass der Masterplan am 27.10.2020 von der Bevölkerung angenommen worden sei und der Bürgermeister von Ankaran seine besten Grüsse ausrichten lasse.