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Holzverbindungen – Ausdruck tektonischer Kultur

In der Gastausstellung des Material Hubs der ETH Zürich waren vom 7.10. bis 30.10.2019 traditionelle reine Holzverbindungen aus Europa, dem angelsächsischen Raum sowie aus China und Japan in der Halle 180 zu sehen. An der Eröffnung sprachen der Ausstellungsmacher Udo Thönnissen und der Holzbauingenieur Prof. Hermann Blumer.

Eine Vielzahl an traditionellen reinen Holzverbindungen konnten eigenhändig auseinandergenommen und zusammengesteckt werden.
Fotografie: Toni Winiger
Ausgewählte Knoten von aktuellen Konstruktionen zeigten heutige Anwendungen auf.
Fotografie: Toni Winiger
Wandaufbau der Totenstube in Vrin, Architekt Gion Caminada.
Fotografie: Toni Winiger
Udo Thönnissen führte an vier Terminen Interessierte durch die Ausstellung und wusste neben Grundlagenwissen auch viele Details zu den einzelnen Verbindungen zu erläutern. Fotografie: Stefanie Müller De Pedrini
An der Eröffnung begeisterte Hermann Blumer die Studierenden mit seinen Ausführungen über organisch geformte Holzkonstruktionen und Teamführung. Fotografie: Toni Winiger

Holzverbindungen spiegeln die unterschiedlichen Baukulturen im Holzbau wider. Ihre Ausformung ist klima- und materialbedingt, aber auch Ausdruck ästhetischer Wertvorstellungen. Während im traditionellen Holzbau Mittel- und Südeuropas das Fachwerk dominiert, sind in Skandinavien Blockbauten aus liegenden Stämmen prägend. In China und Japan setzte sich eine Skelettbauweise durch, die ohne aussteifende Wände auskommt und Taifunen und Erdbeben besonders gut standhält.

Die reinen Holzverbindungen erlebten in den letzten Jahren eine Renaissance, unter anderem bedingt durch veränderte Brandschutzbestimmungen und computergestützte Fertigungstechniken. Neben den traditionellen reinen Holzverbindungen zeigte die Ausstellung auch auf, wie Holzverbindungen in aktuellen Bauprojekten zum Einsatz kommen.