Mitten im Dorf

Frühlingssemester 2016 Urban Project

Das neue Raumplanungsgesetz will die Siedlungsentwicklung nach Innen lenken, was im ländlichen Raum zu neuen Fragen führt. Sollen die ehemaligen Dörfer verstädtern oder ergibt sich die Chance, bestehende Bauten mit neuen Nutzungen zu beleben und zu ergänzen, eine neue Mitte entstehen zu lassen? Wieviel neue Dichte kann in der Dorfmitte entstehen und wie verändern sich dabei die öffentlichen Räume?


Dörfer sind sensible Strukturen; oft entscheidet ein Haus am Ort darüber, ob eine Strasse oder ein Platz als angenehmer Raum wahrgenommen wird oder als Unort. Seit den 1970er Jahren haben zudem die veränderten Lebensverhältnisse zu austauschbaren Siedlungserweiterungen geführt, die man verallgemeinernd als Agglomerationen bezeichnen kann. Ihnen allen ist der wenig definierte Aussenraum gemeinsam. Die Strassen beschränken sich auf ihre Funktion als Verkehrs- und Erschliessungsräume, besitzen kaum ortsspezifische Ambitionen und tragen nichts zur Bildung eines gemeinsamen Raumes bei, sondern unterstützen vor allem die Trennung der Einheiten.

 

 

Bilder: Joël Tettamanti

Dozierende

in Zusammenarbeit mit