Arbeitslandschaften – Strategien zur Qualitätsentwicklung von Gewerbegebieten

Gewerbe- und Industriezonen sind am Siedlungsrand fast jeder Schweizer Gemeinde zu finden und prägen an diesen prominenten Lagen Dorfeinfahrten und Landschaftsbilder. Ihre Fläche übertrifft die Dorf- und Innenstädte in der Schweizer Agglomeration oft um ein Vielfaches. Im Gegensatz zu Wohn- und Zentrumsgebieten, die nach tradierten Planungsleitbildern erstellt werden, folgt die Entwicklung dieser Gewerbe- und Industriegebiete ihrer eigenen spezifischen Logik. Nachgefragt sind gut erschlossene Lagen mit Anschluss ans Autobahnnetz. Bestehende Gewerbe- und Industriegebiete wachsen deshalb vorwiegend auf Kosten des Kulturlandes. 

Da der Kulturlandverbrauch aufgrund politisch-gesellschaftlicher Vorgaben in Zukunft eingedämmt werden soll, wird der Druck auf Gemeinden und Kantone steigen, das Wachstum der Gewerbe- und Industrieflächen zu steuern. Ein weiteres Wachstum soll zukünftig vor allem nach Innen stattfinden. Dafür sind Strategien zu entwickeln, wie die Adressbildung und die Arbeitsplatz- und Aufenthaltsqualität verbessert, der Flächenverbrauch für Parkierung von Fahrzeugen verkleinert, Typologien für Mischnutzungen bereit gestellt werden und diese Bauten einen Beitrag an die regionale Wertschöpfung leisten können. 

Grössenvergleich der Gewerbegebiete mit Darstellung der Bebauung, Grün- und Hartflächen. Quelle: IUL ZHAW

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2015-2017

Lehre