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Forschung

Das vom IKE definierte Forschungsfeld beinhaltet Untersuchungen zu den materiellen Bedingungen des Bauens und bindet die einzelnen Forschungsfragen in einen kulturellen Diskurs ein.

 

Angewandte Architekturforschung am IKE

«Baukunst heute» vereint aktuelle Fragestellungen auf unterschiedlichen Massstabsebenen und Feldern der baulichen Realität. Die Aktivierung des Begriffs der Baukunst verweist auf deren ungebrochene Relevanz: Sie benennt den generalistischen Anspruch der Architektur innerhalb eines weit gefassten Bogens des Bauschaffens und fordert damit auch das Können und Wissen ein, welches zum Entwerfen und Errichten von kulturell bedeutsamen Gebäuden nötig ist. Die Prämissen des Bauens werden vor dem Hintergrund geltender und künftiger Gesetze, Normen und Anforderungen vorausschauend hinterfragt und einer Weiterentwicklung unterzogen; Veränderungen des Bauwesens werden kritisch analysiert und Spielräume ausgemacht. Der in der strategischen Planung formulierte Grundauftrag «architektonisch denken, konstruktiv entwerfen, intelligent bauen» widerspiegelt eine Haltung, die sich der aktuellen gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen bewusst ist und nur schon zum Erhalt der Möglichkeit architektonischer Qualität einen weitsichtigen Beitrag leisten muss. Das  IKE versteht sich deshalb als Forschungsplattform für architektonisch-konstruktive Themen, die aus den aktuellen Bedingungen heraus nach guten, d.h. identitätsstiftenden und zukunftsorientierten Entwurfslösungen sucht. Unsere Forschungsprojekte entstehen in enger Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern und werden 
- wo immer möglich - reziprok wirksam in die Lehre eingebunden.

Schwerpunkt: Generalistische Entwurfsstrategie

Im Schwerpunkt «Generalistische Entwurfsstrategien» installieren sich Forschungen, die sich übergeordneten Fragen unserer Baukultur unter zunehmend herausfordernden Bedingungen stellen. In Referenz zum von Kenneth Frampton geprägten Begriff «Kritischer Regionalismus» wird das zeitgemässe Bauen im traditionellen Kontext untersucht, um zu neuartigen, spezifischen, architektonischen Lösungen zu gelangen, die gesellschaftlich und kulturell verankert sind. Wir suchen im Bereich «Kostengünstiger Wohnungsbau» nach entwerferischen Strategien, um Kostendruck und Suffizienz mit architektonisch wie gesellschaftlich gewinnbringenden räumlichen Konzepten und Bauweisen zu beantworten und reflektieren Einflüsse auf das Bauen wie den «Lärmschutz» gesamtheitlich, um aus der Profession heraus einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Gesellschaft und Baukultur leisten zu können.

Auswahl laufende Forschungsprojekte

  • Kritischer Regionalismus Teufen. Grund­lagenerarbeitung zur baulichen Entwicklung
    Kontakt: Beat Waeber
  • Kritischer Regionalismus Glarus. Brand Spuren
    Publikation: Brand Spuren – Glarus. Thesen zum Weiterbauen in der Kernstadt
    Kontakt: Beat Waeber
  • «Wohnen trotz(t) Lärm», Internationaler Sommerworkshop 2018 und Forschungsprojekt in Vorbereitung
    Kontakt: Tanja Reimer
  • Nach CAAD, vor BIM – Über die Bedeutung der nächsten digitalen Revolution für die Baukultur
    Kontakt: Patrik Furrer

Schwerpunkt: Komponierte Hybride

Das IKE verschreibt sich der aktiven Suche nach komponierten Hybriden, die in ihrer Zusammensetzung auch einen im übertragenen Sinne kompositorischen Beitrag zu den komplexen Anforderungen an das heutige Bauen leisten. Fernab von «Bastellösungen» erforschen wir im synergetischen Verbund unterschiedlicher Materialien Ansätze für architektonisch wie bauphysikalisch gleichermassen überzeugende, zukunftsfähige Hybridkonstruktionen. Traditionsgebundene Bauweisen werden auf diese Weise neuinterpretiert und weiterentwickelt.

Auswahl laufende Forschungsprojekte

  • Werkstückhalle: Beton-/ Kunststein-Ausstellung in der Halle 180 (2018-2020)
    Kontakt: Stefanie Müller De Pedrini
  • «Readymade – Bauen mit Fundstücken», Master Studio FS18 und Forschungsprojekt und Publikation «Bauteil-Collage» (Arbeitstitel) in Zusammenarbeit mit Baubüro insitu und Stiftung Abendrot
    Kontakt: Eva Stricker und Andreas Sonderegger
  • Forschungs- und Lehrprojekt «Schweizer Systembau», in Kooperation mit der Arbeitsgruppe «System & Serie», ICOMOS Suisse
    Kontakt: Eva Stricker
  • «Ein Kammerbeton-Bausystem für den Einsatz im kostengünstigen Wohnungsbau», Forschungsprojekt mit Ressegatti Thalmann, Mario Rinke, H. Wetter AG, SZS Stahlbau Zentrum Schweiz
    Kontakt: Tanja Reimer
  • Fachgruppe FVK. Forschungsprojekte FVK

Auswahl abgeschlossene Forschungsprojekte

  • Case Study Steel House. Die Kunst des Fügens. Studienauftrag und Ausstellung zur konstruktiven Forschung im Stahlbau; In Zusammenarbeit mit dem SZS Stahlbau Zentrum Schweiz und werk, bauen + wohnen
    Kontakt: Tanja Reimer
  • Forschungsprojekt und Publikation «Weiterbauen in Stahl. Bauwissen zur Aufstockung» In Zusammenarbeit mit dem SZS Stahlbau Zentrum Schweiz
    Kontakt: Astrid Staufer
  • Forschungsprojekt und Publikation «Zu Hause im Stahl. Räumliche und konstruktive Betrachtungen zu Stahl im Wohnungsbau» Forschungspartner SZS Stahlbau Zentrum Schweiz in Verbindung mit einem Int. Sommer-Workshop (2014-2016)
    Kontakt: Tanja Reimer
  • Systembau im Thurgau. Recherche und Textbeiträge in: Denkmalpflege Kanton Thurgau (Hrsg.), Bungalow. Thurgauer Experimente im Stahlbau, Basel: 2017
    Kontakt: Tanja Reimer
  • Thermokunststein. Forschungsprojekt KTI, Forschungspartner saw Spannbetonwerk AG

 

 

Schwerpunkt: EnergieKultur

Energetische Gesamtsanierung der Tour de la Champagne, Biel. Erhalt der Aluminium-Glas-Fassade von 1970. Foto Linus Bill
Bundesamt für Energie BFE, Schweizerische Gesamtenergiestatisik, 2015
Thermografieaufnahme des Fallbeispiels Florastrasse 54, Zürich. Gut sichtbar das gekippte Fenster im 2. OG.

Die drängenden Fragen im Zeichen von Ressourcenknappheit und Klimawandel behandelt das IKE im Rahmen seiner generalistischen Berufsauffassung und unter Einbezug von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Faktoren. Unsere Forschung bildet die Ausgangslage für ein unserer Zeit angemessenes Material-, Konstruktions- und Raumverständnis sowie dessen anschauliche Vermittlung in Wort und Bild. Technisches Wissen wird dabei in den Entwurfsprozess integriert und zuhanden zukunftsfähiger Low-Tech-Strategien weiterentwickelt. In Zusammenarbeit mit anderen Departementen der ZHAW, weiteren Universitäten sowie im steten Austausch mit Lehre und Praxis werden auf diese Weise neue Handlungsräume erschlossen.

Laufende Forschungsprojekte

  • «ArchitekturEnergieAtlas. Fakten, Zusammenhänge und Fallbeispiele» (Arbeitstitel), Forschungsprojekt und Publikation
    Kontakt: Jürg Graser

Abgeschlossene Forschungsprojekte

  • «Wider Klischees. Messen und Modellieren von Energieflüssen im sich wandelnden Fokus der Baukultur». Simulationen, Messungen und Bewertungen zum thermischen Verhalten von Sanierungsmassnahmen bei denkmalgeschützten Objekten. Forschungsprojekt im Rahmen der ZHAW-Forschung «Energie und Baukultur»; 2014-2018
    Kontakt: Jürg Graser
  • «Energiekultur und Sprache», interdisziplinäres Forschungsprojekt mit dem Dept. Lingustik der ZHAW