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JAMES-Studie 2012: Jugend, Aktivitäten, Medien - Erhebung Schweiz

Alle zwei Jahre werden über 1'000 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in den drei grossen Sprachregionen der Schweiz zu ihrem Medienverhalten befragt. Themen der Umfrage sind das Freizeitverhalten im non-medialen und das Nutzungsverhalten im medialen Bereich (z.B. Handy, Internet oder Videogames). Erstmals fokussiert die Studie auch auf Medieninhalte.

 

Ergebnisse JAMES-Studie 2012

Es wird deutlich, dass das immer grösser werdende Angebot an neuen Medien und die immer vielfältigeren Zugangsmöglichkeiten kaum einen Effekt auf die Freizeitgestaltung der befragten Jugendlichen haben. Immer noch geben 79% (2010: 80%) an, dass sie sich regelmässig mit Freunden treffen, Musik machen (32%, seit 2010 unverändert) oder etwas mit der Familie unternehmen (20%, 2010: 16%). 95% aller Befragten verfügen über ein eigenes Handy (2010: 98%), 97% haben von zuhause aus Zugang zum Internet (2010: 95%). Jugendliche nutzen oft mehrere Medien zeitgleich. Sie hören Musik, während sie Nachrichten verschicken, ein YouTube-Video ansehen oder sich auf Facebook bewegen. Knapp die Hälfte der Befragten geben an, dass sie regelmässig im Internet surfen, während sie fernsehen. 59% sagen von sich, dass sie während des Fernsehkonsums telefonieren und SMS schreiben.


Der Fokus auf Medieninhalte zeigt: Titanic, Harry Potter oder How I met your mother führen die medialen Ranglisten der Jugendlichen an. Bei den Apps liegen WhatsApp und Facebook an der Spitze. Zudem wird deutlich: Der Kontakt mit problematischen Handy-Inhalten wie Pornofilmen oder brutalen Videos hat nicht zugenommen. Zudem kann der mancherorts vermutete Mitgliederschwund von Facebook bei den Schweizer Jugendlichen nicht festgestellt werden.

Die negativen Erfahrungen im Netz haben gemäss Studie nicht zugenommen. 17 Prozent der Jugendlichen gaben an, im Internet einmal fertig gemacht worden zu sein, gleichviele wie 2010. Und nur gerade über drei Prozent wurde Beleidigendes im Internet verbreitet. Diese Tendenz zeigt sich auch beim Kontakt mit problematischen Handy-Inhalten wie Pornofilmen oder brutalen Videos: Die Zahl ist im Vergleich zu 2010 konstant geblieben.

Vertiefte Inhalte in Themendossiers

Die Inhalte der JAMES-Studie werden 2013 in Themendossiers vertieft ausgewertet. Darin werden unterschiedliche Aspekte analysiert und auf Fragen fokussiert wie beispielsweise Wie unterscheidet sich die Mediennutzung bei Jugendlichen mit unterschiedlichen Schulleistungen? Die Themendossiers werden unter www.psychologie.zhaw.ch/james veröffentlicht.

 

Ergebnisse JAMESfocus 2011

JAMESfocus ermöglicht einen differenzierteren Blick auf das, was im ersten Moment homogen erscheint: Auf der Grundlage der Daten aus der JAMES-Studie 2010 werden verschiedene Freizeit- und Mediennutzungstypen herausgearbeitet. Weiter werden Themenfelder wie das Medienwissen und der kreative Umgang mit Medien näher beleuchtet. Bereits behandelte Bereiche wie Social Networks, Cyberbullying und die Handynutzung werden aus anderen Blickwinkeln betrachtet. Dabei wird aufgezeigt, bei welchen Gruppen Hinweise auf einen entwicklungsgefährdenen oder sozial unverträglichen Medienumgang bestehen und damit besondere Anstrengungen für Medienkompetenzförderung und Jugendmedienschutz notwendig sind. 

 

Swisscom ist Kooperationspartnerin der ZHAW
Swisscom unterstützt die JAMES-Studie als Kooperationspartnerin der ZHAW. Das Unternehmen hat die Studie in Auftrag gegeben und finanziert.