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JAMES-Studie: Jugend, Aktivitäten, Medien - Erhebung Schweiz

Alle zwei Jahre werden über 1'000 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in den drei grossen Sprachregionen der Schweiz zu ihrem Medienverhalten befragt. Themen der Umfrage sind das Freizeitverhalten im non-medialen und das Nutzungsverhalten im medialen Bereich (z.B. Handy, Internet oder Videogames). Erstmals fokussiert die Studie auch auf Medieninhalte.

 

Ergebnisse JAMES-Studie

Es wird deutlich, dass das immer grösser werdende Angebot an neuen Medien und die immer vielfältigeren Zugangsmöglichkeiten kaum einen Effekt auf die Freizeitgestaltung der befragten Jugendlichen haben. Immer noch geben 79% (2010: 80%) an, dass sie sich regelmässig mit Freunden treffen, Musik machen (32%, seit 2010 unverändert) oder etwas mit der Familie unternehmen (20%, 2010: 16%). 95% aller Befragten verfügen über ein eigenes Handy (2010: 98%), 97% haben von zuhause aus Zugang zum Internet (2010: 95%). Jugendliche nutzen oft mehrere Medien zeitgleich. Sie hören Musik, während sie Nachrichten verschicken, ein YouTube-Video ansehen oder sich auf Facebook bewegen. Knapp die Hälfte der Befragten geben an, dass sie regelmässig im Internet surfen, während sie fernsehen. 59% sagen von sich, dass sie während des Fernsehkonsums telefonieren und SMS schreiben.


Der Fokus auf Medieninhalte zeigt: Titanic, Harry Potter oder How I met your mother führen die medialen Ranglisten der Jugendlichen an. Bei den Apps liegen WhatsApp und Facebook an der Spitze. Zudem wird deutlich: Der Kontakt mit problematischen Handy-Inhalten wie Pornofilmen oder brutalen Videos hat nicht zugenommen. Zudem kann der mancherorts vermutete Mitgliederschwund von Facebook bei den Schweizer Jugendlichen nicht festgestellt werden.

Die negativen Erfahrungen im Netz haben gemäss Studie nicht zugenommen. 17 Prozent der Jugendlichen gaben an, im Internet einmal fertig gemacht worden zu sein, gleichviele wie 2010. Und nur gerade über drei Prozent wurde Beleidigendes im Internet verbreitet. Diese Tendenz zeigt sich auch beim Kontakt mit problematischen Handy-Inhalten wie Pornofilmen oder brutalen Videos: Die Zahl ist im Vergleich zu 2010 konstant geblieben.


Zur Zeit arbeitet der Forschungsschwerpunkt Medienpsychologie an den Auswertungen der JAMES-Studie 2014. Erste Ergebnisse werden Ende Oktober 2014 im Rahmen der Didacta in Basel von Prof. Dr. Daniel Süss präsentiert.


Vertiefte Inhalte in JAMESfocus 2013 Themendossiers

Die Daten der JAMES-Studie 2012 wurden in Themendossiers vertieft ausgewertet. Darin wurden unterschiedliche Aspekte analysiert und auf folgende Themen fokussiert: Wie unterscheidet sich die Mediennutzung bei Jugendlichen mit unterschiedlichen Schulleistungen? Wie ist der Umgang Jugendlicher mit ihrer Privatsphäre ins Sozialen Netzwerken? Welche Rolle spielen Medien in der Eltern-Kind-Beziehung? Wie hilfreich sind Medienkompetenzkurse?

 

Swisscom ist Kooperationspartnerin der ZHAW
Swisscom unterstützt die JAMES-Studie als Kooperationspartnerin der ZHAW. Das Unternehmen hat die Studie in Auftrag gegeben und finanziert.

Bei Interesse erhalten Sie künftig weitere Informationen per E-Mail:

Projektleitung ZHAW

Prof. Dr. Daniel Süss, Gregor Waller

 

Mitarbeitende
Isabel Willemse, Sarah Genner


Projektleitung Swisscom

Michael In-Albon

 

Partner
mpfs Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest
Université de Genève
Università della Svizzera italiana


Laufzeit
ab 2010 (die Erhebung findet alle zwei Jahre statt)
 

JAMES-Archiv
Die letztjährigen JAMES-Studien und  JAMESfocus-Berichte finden Sie als Downloads im JAMES-Archiv.